24H LE MANS: STAND NACH 12 STUNDEN

TOYOTA GAZOO Racing liegt bei Halbzeit des 24-Stunden-Rennens von Le Mans auf dem in Dunkelheit getauchten Circuit de la Sarthe weiterhin an der Spitze des Feldes.

Die WM-Spitzenreiter Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, im TS050 HYBRID mit der Startnummer 7 von der Pole-Position ins Rennen rund um die Uhr gestartet, führten die Gesamtwertung nach 12 Stunden Renndauer mit einer Runde Vorsprung an.

Der TS050 HYBRID mit der Startnummer 8, gefahren von Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley, hatte kurzzeitig die Führung nach dem ersten Rennviertel übernehmen können, als die Nummer 7 wegen einer Safety-Car-Phase Zeit bei einem Boxenstopp verlor, aber im Verlauf der siebten Rennstunde wegen eines technischen Problems wieder zurückfiel.

Hohe Bremstemperaturen hatten bei den beiden vorherigen Fahrerwechseln Nacharbeiten erfordert, was kleinere Verzögerungen für die Nummer 8 zur Folge hatte. Als ein LMP2-Unfall eine längere Safety-Car-Phase auslöste, beschloss das Team die Gelegenheit zu nutzen, das komplette Belüftungssystem der vorderen rechten Bremse auszutauschen. Nach zehn Minuten Standzeit an der Box konnte Kazuki das Rennen als Dritter wieder aufnehmen.

Da das gesamte Feld in langsamer Fahrt hinter dem Safety Car herum gerollt war, hatte die #8 nur eine Runde eingebüßt, und als das Rennen wieder freigegeben wurde, machte Kazuki sofort Druck auf den zweitplatzierten Rebellion #1, überholte kurz darauf, und stellte damit die Doppelführung von TOYOTA GAZOO Racing wieder her.

In der Zwischenzeit fuhr José in der #7 einen soliden Vorsprung an der Spitze heraus, während er tunlichst jegliches Risiko im Üerrundungsverkehr vermied. Verschiedene Zwischenfälle, die zu Slow Zones rund um den Kurs führten, und eine weitere kurze Safety-Car-Phase in der achten Rennstunde, erschwerten diese Phase des Rennens.

Mit unerbittlichem Renntempo und konstanten Rundenzeiten durch die tiefschwarze Nacht, setzten sich die beiden Autos an der Spitze souverän von der Verfolgergruppe ab, am Steuer in beiden Fahrzeugen die Startfahrer Mike und Sébastien für ihren jeweils zweiten Stint.

Bei Rennhalbzeit lag Kamui in der #7 mit einer Runde Vorsprung auf Sébastien‘s #8 in Führung, der Rebellion #1 mit einer weiteren Runde Rückstand auf P3.

José María López (TS050 HYBRID #7): „Mein Stint war in Ordnung, ich bin zufrieden. Es war ein bisschen ein auf und ab mit den ganzen Slow Zones und Safety-Car-Phasen. Es war auch nicht eben einfach mit kalten Reifen hinter dem Safety Car herzurollen, aber ich habe mich im Allgemeinen wohl gefühlt, und das Auto funktioniert gut. Irgendwann hatte die Nummer 8 eine ganze Menge Zeit auf uns gut gemacht, bevor sie erneut für Reparaturen anhalten mussten. Im Moment sieht die Situation gut für uns aus, wir haben einen ordentlichen Vorsprung. Wir gehen kein Risiko ein, weil wir wissen, dass alles mögliche passieren kann.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID): „Von Beginn des Rennens an hatten wir einige Schwierigkeiten und die Bremsenkühlung bereitete Probleme. Als ich das Auto endlich übernehmen sollte, beschlossen wir, während der gerade ausgerufenen Safety-Car-Phase das entsprechende Bauteil zu wechseln. Wir verloren zwar eine Runde, aber es gelang uns dadurch, den Schaden zu minimieren. Ich blieb einfach ruhig und konzentrierte mich auf meine Arbeit, denn es ist immer schwierig, Nachts zu fahren. Es war auch nicht einfach, mit dem Reifendruck hinter dem Safety Car zurechtzukommen. Im Moment ist es ärgerlich, bereits eine Runde hinter dem Schwesterauto zurück zu liegen, aber wir scheinen wieder ein gutes Renntempo fahren zu können, also werden wir weiter Druck machen und sehen, was wir im weiteren Verlauf noch tun können.