ENTTÄUSCHENDES QUALIFYING IN FUJI

Toyota Hybrid Racing World Endurance Championship. 6 Hours of Fuji. 8th-11th October 2015. Fuji Speedway, Japan.

TOYOTA GAZOO Racing wird für das Heimrennen des LMP1-Herstellers in der dritten Startreihe Aufstellung nehmen. Das ergab das heutige Qualifying zum Sechs-Stunden-Rennen von Fuji, dem sechsten Lauf zur World Endurance Championship (WEC).

Die Titelverteidiger sind seit dem Jahre 2012, als die WEC nach vielen Jahren Abwesenheit erstmals wieder Gast am Fuji Speedway war, auf dieser Strecke ungeschlagen. Doch im Quali-Trimm war man nicht auf der Höhe der Konkurrenz, die heute gefahrenen Rundenzeiten enttäuschten spiegelten nicht die im letzten freien Training gezeigten Fortschritte wider.

Die Vorjahressieger Anthony Davidson und Sébastien Buemi, in dieser Saison durch Kazuki Nakajima unterstützt, errangen mit dem schnelleren der beiden TS040 HYBRID – mit der Startnummer 1 – den fünften Startplatz, auf die Pole Position des Porsche #17 fehlten am Ende 2,309 Sekunden.

Die dritte Startreihe für das morgige Rennen, das um 11.00 Uhr Ortszeit beginnt, wird komplettiert vom zweiten TS040 HYBRID mit Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway auf dem sechsten Startplatz.

Nach drei aufeinander folgenden Siegen am Fuji Speedway, der gerade mal 20 Kilometer vom Higashi-Fuji Technik-Zentrum entfernt ist, wo der Antriebsstrang des TS040 HYBRID entwickelt und gebaut wurde, ist das Team dennoch entschlossen vor den einheimischen Fans eine erfreuliche Leistung im Rennen zu zeigen.

Das 20-minütige Qualifying fand am frühen Nachmittag unter grauem Himmel und mit 17 Grad Celsius Außentemperatur statt, somit etwas kühler als bei den Trainings am Vortag.

Kazuki fuhr als erster mit der #1 auf die Strecke, Stéphane folgte in der #2. Obwohl insgesamt 17 LMP1- und LMP2-Fahrzeuge gleichzeitig die Strecke stürmten, fanden beide eine freie Runde, bevor sie ihre Autos an die jeweiligen Teamkollegen übergaben.

Am Qualifying dürfen lediglich zwei Fahrer je Fahrzeug abwechselnd teilnehmen und der Durchschnitt der schnellsten Rundenzeit dieser beiden Fahrer ergibt jene Zeit, die für die Startaufstellung herangezogen wird. Als Sébastien Kazuki ablöste, lag die #1 auf dem fünften Rang und Mike übernahm die #2 auf P6.

Sébastien and Mike verteidigten die jeweiligen Positionen während ihrer Stints und warteten dann vor ihren Boxen die letzten, Minuten ab. Am Ende blieben die beiden TS040 HYBRID durch 255 Tausendstel einer Sekunde getrennt.

TS040 HYBRID #1 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
3. freies Training: P4 (1.25,458 Minute), 33 Runden
Qualifying: P5 (1.25,072 Minute Schnitt)

Sébastien Buemi: „Wir haben das geleistet, was eben machbar war. Um ehrlich zu sein, liegen wir ein wenig hinter unseren eigenen Erwartungen zurück, denn nach dem freien Training sah es knapper aus. Andererseits ist das ja auch nur das Qualifying gewesen, unser Hauptaugenmekr liegt auf dem Rennen. Wir bleiben positiv gestimmt und warten ab, was das Wetter uns morgen bescheren wird.”

Kazuki Nakajima: „Ich hatte einen kleinen Fehler in meiner Runde, wodurch mir keine ideale Rundenzeit gelang, was aber keine Auswirkung auf unseren Startplatz hatte. Wir werden nun sehen wie es morgen läuft. Hoffentlich ist es ein wenig nass, da wir dann bessere Chancen haben würden. Wir genießen hier viel Unterstützung, also werden wir auf jeden Fall angreifen.”

TS040 HYBRID #2 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
3. freies Training: P5 (1.26,186 Minute), 29 Runden
Qualifying: P6 (1.25.327 Minute Schnitt)

Stéphane Sarrazin: „Ich habe zu lange am Ende der Boxengasse gewartet und dadurch kühlten die Reifen zu sehr ab, was ein Untersteuern zur Folge hatte. Es wurden dann auch keine besonders gute Runden, denn das Untersteuern verunsicherte mich etwas. Für das Rennen sind wir aber gut sortiert, also heißt es abwarten.”

Mike Conway: „Während meiner ersten paar Runden steckte ich im Verkehr fest, das kostete so einige Zehntel. Mit meiner Leistung bin ich soweit zufrieden und das Auto mal mit wenig Sprit an Bord zu fahren, war angenehm. Wir konnten zwar unser Schwesterauto nicht schlagen, aber wir sind dicht dran. Auf uns kommt heute Abend noch viel Arbeit zu und morgen, wenn wechselhafte Bedingungen erwartet werden, werden wir unser Bestes geben.”