STARKER AUFTAKT IN LE MANS FÜR TOYOTA GAZOO RACING

TOYOTA GAZOO Racing schloss heute auf dem Circuit de la Sarthe die offiziellen Testfahrten für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, zugleich der dritte Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2017, mit allen drei Fahrzeugen in den ersten drei Positionen ab.

Kamui Kobayashi fuhr die Tagesbestzeit im TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, den er mit Mike Conway und Stéphane Sarrazin teilt, mit einer Rundenzeit von drei Minuten, 18 Sekunden und 132 Tausendstel – über fünf Sekunden schneller als die schnellste Rundenzeit des bei den Testfahrten 2016 besten TOYOTA.

Der TS050 HYBRID Nummer acht des aktuell die Weltmeisterschaft anführenden Trios Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima war Zweitschnellster nach produktiv verlaufenen Abstimmungsfahrten und Reifentests, 1,158 Sekunde hinter den Teamkollegen der Nummer sieben.

Der Dritte TOYOTA unter den top drei, der TS050 HYBRID Nummer neun von Nicolas Lapierre, Yuji Kunimoto und José María López, erzielte im Rahmen eines umfangreichen Testprogramms mit allerlei Einstellungsarbeiten und Vergleichsfahrten die drittschnellste Rundenzeit des Tages. Hierbei legten Yuji und José María ihre ersten Runden auf dem Circuit de la Sarthe zurück.

Beide kannten den Kurs allerdings bereits in virtueller Form von der Arbeit im Simulator das Teams, waren daher gut vorbereitet angereist und legten dem entsprechend konkurrenzfähige Zeiten vor. Die Testfahrten verliehen José María zudem die Gewissheit, dass er von der beim Saisonauftakt in Silverstone erlittenen Rückenverletzung, die seine Teilnahme beim WM-Lauf in Spa vor vier Wochen noch verhinderte, nun vollends genesen ist.

Der Circuit de la Sarthe am Stadtrand von Le Mans besteht Teils aus für diese Veranstaltung gesperrten Landstrassen, ist also meist in dieser Form nicht befahrbar. Die heute ausgetragenen zwei Trainingsläufe von jeweils vier Stunden Dauer werden daher die einzigen Trainingsmöglichkeiten bleiben, bis am Mittwoch, dem 14. Juni, die Strecke erneut gesperrt wird.

Die heutigen Testfahrten waren daher von grosser Bedeutung für das Team, da es noch immer galt den TS050 HYBRID in seiner Minimalabtrieb-Variante, die bereits in Spa-Francorchamps am Fahrzeug #9 debütierte, einer Feinabstimmung zu unterziehen.

Bei bestem Wetter konnte das arbeitsintensive Tesprogramm planmässig absolviert werden und am Ende hatten die drei Autos insgesamt 304 Runden zurückgelegt, was einer Gesamtdistanz von 4.143 Kilometer entspricht. Die Fahrzeuge #8 und #9 waren hierbei die einzigen im insgesamt 60 Rennwagen umfassenden Feld, die auf dem 13,629 Kilometer langen Kurs mehr als 100 Runden zurücklegten,

Das Team wird am kommenden Dienstag einen letzten Funktionstest auf dem kürzeren Bugatti Circuit durchführen, bevor mit der Fahrzeugabnahme in der Stadtmitte von Le Mans am Montag, dem 12. Juni, die Veranstaltung offiziell beginnt. Das Rennen selbst wird am Samstag, dem 17. Juni, gestartet.

TS050 HYBRID #7 (Mike Conway, Kamui Kobayashi, José María López)

Offizielle Testfahrten: P1 (3.18,132 Minuten), 94 Runden

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Wir begannen die Testfahrten bereits mit einem gut funktionierenden Auto und unsere Rundenzeiten waren da bereits stark, trotz der Streckenbedingungen. Die Rundenzeiten gegen Ende waren wirklich ermutigend, doch ich bin sicher, dass Porsche bis zum Rennen rund um die Uhr arbeiten wird. Die Schlacht hat gerade erst begonnen, es steht uns noch viel Arbeit bevor.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Das war ein reibungsloser Start in unsere Le Mans-Teilnahme 2017. Wir versuchten das Auto für das Rennen zu verbessern und das gelang auch. Unsere Bestzeit über den gesamten Testtag war sehr konkurrenzfähig, doch wir haben noch viel Arbeit vor uns. Denn einerseits haben wir ein 24-Stunden-Rennen vor uns, andererseits ist Porsche ein harter Widersacher. Warten wir ab, was uns noch so gelingen mag.”

Stéphane Sarrazin (TS050 HYBRID #7): „Das war ein wirklich guter Tag für uns. Wir haben eine gute Basis geschaffen, auch wenn es noch ein paar Dinge nachzuarbeiten gilt. Ich hoffe das bleibt so, dass die TOYOTAs ganz vorn zu finden sind. Wir sind zwar stark, aber im Rennen ist das eine andere Angelegenheit und wir müssen noch die Balance verbessern.”

TS050 HYBRID #8 (Anthony DavidsoCn, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)

Offizielle Testfahrten: P2 (3.19,290 Minuten), 104 Runden

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Es ist gut wieder in Le Mans zu sein und grossartig einen TOYOTA erstmals eine Runde in unter 3.20 Minuten fahren zu sehen. Ich bin happy, denn der Tag verlief wie geschmiert und uns gelangen mehr als 100 Runden, also über ein Viertel der Renndistanz. Jetzt freue mich auf die Woche zum Rennen hin.”

Anthony Davidson (TS050 HYBRID #8): „Es ist grossartig auf dieser einzigartigen Strecke zu fahren, das macht mir immer viel Spass. Unser Auto fährt sich hier in diesem Jahr sehr gut und ich war mit der Balance den ganzen Tag über sehr glücklich. Die Strecke wurde im Verlauf des Tages immer besser, was sich auch in den Rundenzeiten äussserte. Unser Auto lief immer bestens, also sind wir derzeit sehr zufrieden damit.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Das hat heute viel Spass gemacht, es war schön wieder einmal diese Strecke zu befahren. Was Abstimmung und Reifentests betrifft, so war es ein produktiver Arbeitstag. Wir haben eine gute Ausgangsbasis und es war ein positiver Testverlauf. Jetzt geht es darum dieses Momentum über die Woche zum Rennen hin mitzunehmen. Wir haben eine Menge Datenmaterial gesammelt, das Team wird also viel zu tun haben.”

TS050 HYBRID #9 (Stéphane Sarrazin, Nicolas Lapierre, Yuji Kunimoto”

Offizielle Testfahrten: P3 (3.21,455 Minuten), 106 Runden

Nicolas Lapierre (TS050 HYBRID #9): Wir konnten den ganzen Tag lang fahren, was unserer Mannschaft gut tat, denn wir müssen hier Erfahrung sammeln. Wir probierten diverse Reifentypen sowie aerodynamische Abstimmungen aus und das lief alles rund. Gute Arbeit von Yuji und José bei ihrem ersten Auftrit hier in Le Mans, beide fuhren flotte Rundenzeiten.”

Yuji Kunimoto (TS050 HYBRID #9): „Ich habe das heute richtig genossen und kam dahinter, dass ich diese Strecke sehr mag. Ich gewöhnte mich von Runde zu Runde immer besser ein und fühlte mich am Ende sehr wohl auf der Piste – zumal das Auto sehr schön zu fahren ist. Meine Teamkollegen und die Ingenieure waren bereits bei den Vorbereitungen zu diesen Testfahrten eine grossse Hilfe und ich denke, ich habe gute Fortschritte gemacht.”

José María López (TS050 HYBRID #9): „Es tat gut wieder im Auto zu sitzen, nachdem ich Spa ja hatte auslassen müssen. In Le Mans zu fahren macht richtig Spass. Ich hatte eine schöne, reibungslose Trainingsfahrt bei meinen ersten Metern hier. Ich lernte eine Menge dazu, was die Herausforderung dieser Strecke ausmacht und schönerweise lief das Auto wie geschmiert. Es gibt noch viel zu tun, aber der Einstieg war schon einmal gut”

Ergebnis offizielle Testfahrten:
1.  #7    TOYOTA GAZOO Racing                          +3.18,132 Minuten   94 Runden
2. #8    TOYOTA GAZOO Racing                          +1.158 Sekunde       104 Runden
3. #9    TOYOTA GAZOO Racing                           +3.323 Sekunden   106 Runden
4. #2    Porsche (Bernhard/Bamber/Hartley) +3.380 Sekunden     75 Runden
5. #1     Porsche (Jani/Lotterer/Tandy)             +3.968 Sekunden      81 Runden
6. #35  Alpine (Panciatici/Ragues/Negrao)    +10.014 Sekunden    71 Runden