TOYOTA GAZOO RACING ABSOLVIERT ERSTES SPA-TRAINING

TOYOTA GAZOO Racing nahm heute Abend die Verteidigung der WM-Krone in der FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) nach einer sechsmonatigen Zwangspause beim freien Training zum Total Sechs-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps wieder auf, das am Samstag als sechster Lauf der Saison 2019-2020 ausgetragen wird.

Ein überarbeiteter Zeitplan sah heute nur eine 90-minütige Trainingssitzung vor, die erste offizielle WEC-Streckenaktivität seit dem Zieleinlauf im texanischen Austin am 23. Februar, als das Team beide Autos auf Podiumsplätzen ins Ziel brachte.

Die WM-Spitzenreiter und zweifachen Saison-Laufsieger Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López im TS050 HYBRID Startnummer 7 waren drittschnellste, 1,163 Sekunde fehlten auf die Bestzeit des Tagesschnellsten, dem Rebellion Startnummer 1.

Kazuki Nakajima und Brendon Hartley teilten sich das Auto mit der Startnummer 8 in zeitweiliger Abwesenheit von Sébastien Buemi, der heute am Saisonabschlußrennen der Formel-E in Berlin teilnahm. Dieser hauptsächlich den Rennvorbereitungen dienende Trainingstag beendete das Duo auf dem vierten Platz, 0,192 Sekunde langsamer als das Schwesterauto.

Sébastien wird pünktlich zum zweiten Training am Freitag in Spa das Fahrertrio der Nummer 8 komplettieren, wenn die Mannschaften beider Autos auf der heute geleisteten Vorarbeit aufbauen wollen, um die Aerodynamikversion mit Minimalabtrieb des TS050 HYBRID zu verfeinern, und die Autos dem Erfolgshandicap für dieses Rennen anzupassen.

Trotz der langen Pause zwischen den WEC-Veranstaltungen ist TOYOTA GAZOO Racing nach dreitägigen Testfahrten in Paul Ricard im Vormonat voll und ganz auf Spa vorbereitet. José und Brendon haben ihre Vorbereitungen Anfang dieser Woche mit Simulator-Sessions im nur 120 Kilometer entfernten Teamsitz in Köln-Marsdorf komplettiert.

Lufttemperaturen von 27°Celsius an einem heißen Sommerabend standen in starkem Kontrast zu den Bedingungen zum letztjährigen Rennen in den Ardennen, das im Mai stattfand und sogar durch Schneestürme und eisige Temperaturen in aller Munde war.

Die heutige Sitzung verlief reibungslos, wobei mit den beiden Autos unterschiedliche Abtriebswerte analysiert, die verschiedenen Gummimischungen der Michelin-Reifen bewertet, sowie die Einstellungen des Antriebsstrangs optimiert wurden, um den verfügbaren Kraftstoff und die per Regvelwerk maximal abrufbare Hybrid-Energie bestmöglich zu nutzen.

63 insgesamt zurückgelegte Runden, was einer Fahrdistanz von 441 Kilometern beider Autos zusammen entspricht, stellt sicher, dass das Team über eine Fülle von Datenmaterial verfügt, die es nun analysieren kann, um die abrufbare Leistung am Freitag zu maximieren. Dann werden zweieinhalb Stunden freies Training zur Verfügung stehen, vor dem kurzen Qualifying, bei dem 30 Fahrzeuge um die besten Plätze in der Startaufstellung kämpfen werden.

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Es ist lange her, dass wir zuletzt in Austin Rennen gefahren sind. Ein gutes Gefühl, wieder in Spa zu sein, und es ist toll, überhaupt wieder auf einer Rennstrecke anzutreten. Hier ganz besonders, weil es eine so coole Strecke ist. Ich hätte am liebsten weiter meine Runden gedreht, aber mit zwei Teamkollegen und nur 90 Minuten Zeit zur Verfügung, ist das nicht so einfach. Wir hatten einen guten Einstieg, jetzt werden wir unser Bestes geben und sehen, wohin uns das bis zum Samstagabend führen wird.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Wir alle haben in den letzten Wochen hart gearbeitet, um uns so gut wie möglich auf dieses Rennen vorzubereiten, und es ist ein tolles Gefühl, den TS050 HYBRID wieder fahren zu können. Was die Leistung betrifft, so macht uns das Erfolgshandicap das Leben schwer. Es wird kein einfaches Wochenende werden, aber wir werden konzentriert arbeiten und alles tun, um für das Rennen bestmöglich vorbereitet zu sein.“

José María López (TS050 HYBRID #7): „Es ist gut gelaufen, aber die heutige Sitzung war nur die Vorarbeit zur Veranstaltung. Wir hatten anfangs einige Herausforderungen zu meistern, um das Set-up in die richtige Richtung zu verfeinern. Wir sind seit mehr als einem Jahr nicht mehr hier gewesen, und die Strecke hat sich seither doch ein wenig verändert. Es wird ein hartes Rennen für unsere Startnummer 7 werden, gerade wegen dem Erfolgshandicap, das die WM-Führenden einbremsen soll, und wir haben noch einiges zu tun, um das Maximum aus dem Auto herauszuholen.“

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Wir haben verschiedene Abtriebsstufen bewertet und ein wenig mit der Balance herum gespielt. Wir sind auf dem richtigen Weg und wieder in den richtigen Rhythmus gekommen, ich hoffe daher, dass wir uns morgen werden verbessern können, um in einer guten Ausgangslage für das Rennen zu sein. Im Moment sind wir noch nicht ganz da, wo wir sein wollen, aber es war schön, nach einer so langen rennfreien Zeit, wieder im Auto zu sitzen. Das hat wirklich Spaß gemacht, den TS050 HYBRID wieder fahren zu können.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): „Ein schönes Gefühl, wieder mit all den anderen Autos auf der Strecke unterwegs zu sein. Auch unsere Testfahrten in Paul Ricard im Vormonat waren nett, schon da war man recht schnell wieder bei der Sache, aber heute kam alles so richtig wieder in Fahrt. Wir haben unser Programm durch gearbeitet, bei beiden Autos unterschiedliche Dinge ausprobiert und dann verglichen, um uns mit der Low-Downforce-Aerodynamik vertraut zu machen. Es gab keinerlei Dramen, natürlich waren wir nicht so schnell, wie wir es gerne hätten, aber wir haben immer noch Zeit, etwas mehr Speed zu finden.“

Ergebnis 1. Freies Training
1. #1 Rebellion (Senna/Menezes/Nato)     2.02,469 Minute 29 Runden
2. #4 ByKolles (Dillmann/Spengler/Webb)

+1,046 Sekunde

26 Runden
3. #7 TOYOTA GAZOO Racing +1,163 Sekunde 31 Runden
4. #8 TOYOTA GAZOO Racing +1,355 Sekunde 32 Runden
5. #29 Team Nederland (v. Eerd/v.d. Garde/v. Uitert) +1,419 Sekunde 36 Runden
6. #38 JOTA (Gonzalez/Da Costa/Davidson) +1,466 Sekunden 33 Runden