TOYOTA GAZOO RACING BEREIT FÜR LE MANS

TOYOTA GAZOO Racing kehrt an den Ort der wohl dramatischsten Szene des Vorjahres zurück, dem Austragungsort der 85. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Le Mans auf dem Circuit de la Sarthe, zugleich der dritte Lauf zur FIA Langstrecken Weltmeisterschaft (WEC) 2017.

Das Team reist nicht nur als WM-Führende an, sondern auch geprägt vom Herz zerreißenden Moment jener vorletzten Runde des letztjährigen Rennens, als der sicher scheinende Sieg doch noch entwischte – und der überwältigenden Anteilnahme von Fans aus aller Welt.

TOYOTA GAZOO Racing startete danach ein intensives Entwicklungsprogramm für den TS050 HYBRID mit der klaren Zielsetzung endlich den ersten Le Mans-Sieg zu erringen. TOYOTA debütierte bereits 1985 in Le Mans, hat seither 18 Mal am Langstrecken-Klassiker teilgenommen und beendete das Rennen fünf Mal auf dem zweiten Platz.

Die gemeinsame Entwicklungsarbeit der betreffenden Abteilungen in Higashi-Fuji und Köln brachten einen stark überarbeiteten TS050 HYBRID hervor, der sich in dieser Saison mit Siegen in Silverstone und Spa-Francorchamps soweit als unschlagbar erwies.

Ein neuer 2,4-Liter-V6-Turbomotor mit verbesserter thermischer Effienz debütierte bereits in Silverstone, ebenso ein überarbeitetes Hybrid-System mit kleineren und leichteren Motor/Generator-Einheiten, welche je Runde in Le Mans 8MJ erzeugen bzw. abgeben.

Alle drei in Le Mans teilnehmenden TS050 HYBRID treten mit der auf absoluten Topspeed getrimmten Minimalabtrieb-Karosserievariante an, um so einer klassischen Anforderung auf dem 13,629 Kilometer langen Circuit de la Sarthe zu entsprechen.

Die Philosophie des stetigen Fortschritts machte auch vor dem Fahrerkader nicht halt, das Team nahm auch hier Veränderungen vor, um besser für Le Mans gerüstet zu sein.

Mike Conway und Kamui Kobayashi bekommen auf dem TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben Stéphane Sarrazin wieder zur Seite gestellt. Das Trio hatte im Vorjahr über weite Strecken das Rennen angeführt und kamen als Zweite ins Ziel.

Sébastien Buemi, Anthony Davidson und der Polesetter der 2014er Ausgabe, Kazuki Nakajima, treten im TS050 HYBRID Nummer acht zum dritten Mal gemeinsam auf einem Auto in Le Mans an. Ein technischer Defekt in der vorletzten Runde ließ sie im Vorjahr das Rennen außer Wertung beenden.

Nicolas Lapierre, der bereits 2014 Podiumsplätze mit TOYOTA errungen hatte, wird gemeinsam mit den Le Mans-Rookies Yuji Kunimoto und José María López den TS050 HYBRID #9 bewegen. Erstmals seit 1999 tritt TOYOTA mit drei Fahrzeugen in Le Mans an.

Die Vorbereitungen auf das Rennen erreichten mit dem offiziellen Testtag, der einzigen Möglichkeit der Teilnehmer Abseits des Rennwoche an der Sarthe zu testen, ihren vorläufigen Höhepunkt. Das Team zeigte sich nach produktiven Testfahrten zufrieden, zumal die drei TS050 HYBRID am Ende die top drei der Zeitenliste stellten.

Le Mans verkörpert wie kein anderes Rennen den Geist des Langstreckensports, denn die Veranstaltung bietet den teilnehmenden Teams insgesamt 35 Stunden Fahrzeit, beginnenden mit einem vierstündigen freien Training am Mittwoch – dem 14. Juni – von 16.00 Uhr an, gefolgt vom ersten Qualifying über zwei Stunden ab 22.00 Uhr.

Das Qualifying wird am Donnerstag mit zwei weiteren Sitzungen – um 19.00 und 22.00 Uhr – mit jeweils zwei Stunden Dauer fortgesetzt. Für die Startaufstellung zählt die zu beliebigem Zeitpunkt gefahrene schnellste Runde und das Team wird dabei die dritte Pole Position für TOYOTA anstreben.

Nach dem Warm-up am Freitag (9.00 Uhr) findet die traditionelle Fahrerparade im Stadtzentrum von Le Mans statt, eine willkommene Gelegenheit für Fans die Fahrer vor dem Rennwochenende hautnah zu erleben. Start des Rennens ist am Samstag um 15.00 Uhr.

Toshio Sato, Team President: Le Mans ist das Highlight der Saison und Gegenstand der Teamleistung zwischen Higashi-Fuji und Köln. Ich möchte allen für die persönlichen Opfer und die harte Arbeit während der vergangenen Monate in Vorbereitung auf dieses Rennen danken. Wir erinnern uns alle lebhaft an das Geschehen im Vorjahr, doch das gehört der Vergangheit an. Wir richten unseren Fokus auf dieses Rennen und erwarten auch diesmal an der Spitze mitzukämpfen. Nach den Siegen bei den ersten beiden WM-Läufen der Saison 2017 sind wir guter Dinge, wissen aber auch, dass Porsche zurückschlagen wird. Also müssen wir unser Bestes geben, um konkurrenzfähig zu sein. Der Testtag verlief für uns sehr gut, aber wir lassen uns davon nicht ablenken, denn was wirklich zählt, ist das Ergebnis nach 24 Stunden Renndauer. Ich gehe von einem sehr spannenden Rennen aus, was fantastsich für die Fans wäre. Wir können es kaum erwarten.“

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): „Bei den Testfahrten war bereits zu erkennen, zu was wir bei schönem Wetter fähig sind. Doch im Verlauf der Woche zum Rennen hin findet man unterschiedliche Bedingungen vor, dazu kommt dann das Rennen, was nochmal eine ganz andere Geschichte sein wird. Le Mans ist eine großartige Veranstaltung und wir sehen dem alle das ganze Jahr schon entgegen. Sobald man am Mittwoch an der Strecke eintrifft, nimmt die Spannung zu und die Atmosphäre drum herum baut sich auf. Dann fährst du in der Nacht und musst dich darauf einstellen, wie sich das Auto unter diesen Bedingungen verhält. Es ist schon eine aufregende Sache Teil dieses Ganzen zu sein.”

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Das große Rennen für uns und wir sind alle voll motiviert. Unsere Vorbereitungen konnten wir gut abschließen, also freue ich mich definitiv auf dieses Rennen. Ich glaube, uns bietet sich dieses Mal eine große Chance und wir müssen sicherstellen, dass alles rund läuft und uns optimal vorbereiten. Es ist ein unglaublich langes Rennen, das allerbeste Vorbereitung voraussetzt. Nach dem Geschehen im Vorjahr, geben alle im Team Gas um bereit für diese Herausforderung zu sein.”

Stéphane Sarrazin (TS050 HYBRID #7): „Le Mans ist ein unglaubliches Rennen auf einem sehr besonderen Kurs. Für einen Franzosen ist eine Teilnahme in Le Mans mit all der Geschichte, eine wahrlich magische Erfahrung. Wir haben das ganze Jahr darauf hingearbeitet hierfür bereit zu sein und ich freue mich schon darauf erneut mit Mike und Kamui das Auto zu teilen. Wir kamen dem Sieg im Vorjahr schon nahe, Das Ziel lautet daher eindeutig diesmal am Ende auf dem obersten Treppchen zu stehen. Das Auto ist stark und wir haben daher eine gute Chance, aber Le Mans ist eben auch ein sehr hartes Rennen.”

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): „Wir reisen mit einem sehr positiv verlaufenen Testtag und zwei Siegen in der Tasche an. Die Vorbereitungen sind also bislang großartig verlaufen. Ich war beeindruckt, wie die Autos beim Testtag liefen, doch das zählt momentan nicht viel. Wir müssen uns richtig vorbereiten und während der gesamten Woche hart arbeiten. Le Mans ist stets dieser besondere Moment der Saison und ist auch emotional anspruchsvoll. Ich hoffe dieses Jahr auf positive Emotionen am Ende.”

Anthony Davidson (TS050 HYBRID #8): „Ich bin dieses Jahr in vollem Gange für Le Mans und habe ein sehr positives Gefühl für die bevorstehende Woche. Die große Herausforderung ist in Le Mans immer, dass so viele Dinge geschehen können – und auch geschehen werden. Wir haben das ja schon ein paar Mal erlebt, aber das ist es ja, was dieses Rennen so speziell macht. Niemand kann da zuversichtlich sein, denn das Rennen ist derart hart. Andererseits haben unser Vorbereitungen wirklich gut begonnen, also geht es mir gut und ich freue mich darauf.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): „Le Mans ist eine großartige Strecke und eine eindrucksvolle Veranstaltung, das macht mir viel Spass. Wir haben die ersten beide WM-Läufe der Saison gewonnen, aber Le Mans, das ist etwas ganz anderes, wie wir nur zu gut wissen. Es ist unglaublich schwer dieses Rennen zu gewinnen, denn man muss schnell und zuverlässig sein, sowie das nötige Glück haben. Unser Auto ist schnell, wie sich beim Testtag zeigte, Wir sind gut vorbereitet und alle im Team strengen sich wie verrückt an, endlich Le Mans zu gewinnen.”

Nicolas Lapierre (TS050 HYBRID #9): „Von der ersten Runde am Testtag an wird dir klar, was dieses Rennen ausmacht und warum wir das ganze Jahr darauf hinarbeiten. Es ist eine besondere Rennstrecke mit einer besonderen Atmosphäre. Man spürt sofort, dass der TS050 HYBRID für Le Mans gebaut wurde und das ist eine aufregende Sache. Beim Testtag schien der Wagen konkurrenzfähig, was natürlich ein toller Einstieg ist, doch es bleibt noch immer eine Menge Arbeit zu erledigen. Ich persönlich freue mich sehr in Le Mans wieder in einem LMP1 zu sitzen. Das Hybridsystem fährt sich einfach unglaubllich.”

Yuji Kunimoto (TS050 HYBRID #9): „Ich kann es kaum erwarten diese Le Mans-Woche erstmals als Fahrer selbst zu erleben. Mein älterer Bruder Keisuke nahm hier bereits 2009 Teil, ich weiß daher, wie beeindruckend diese Veranstaltung ist. Als ich die Strecke beim Testtag erstmals befuhr, wurde mir schnell klar, dass dies eine sehr spezielle Strecke ist und sie gefiel mir auf Anhieb sehr. Bis zum Rennen gibt es noch eine Menge zu lernen und zu tun, doch ich freue mich schon jetzt darauf daran teilzunehmen.”

José María López (TS050 HYBRID #9): „Es war immer mein Traum in Le Mans an den Start zu gehen, ich denke daher, dass das Rennen sehr eindrucksvoll sein wird, mit all den Fans, dem hohen Tempo und der Atmosphäre. Für mich ist die bevorstehende Woche ein Sache der Vorbereitung und alles Schritt für Schritt anzugehen. Es ist eine lange Woche bis zum Rennen. Die Herausforderung von Le Mans hat wenig mit Rundenzeiten allein zu tun, wir müssen Gleichmäßigkeit bringen, gute Arbeit im Verkehr leisten und es ohne große Probleme zur Zielflagge schaffen. Ich denke wir haben ein starkes Auto, wir müssen also das Tempo vorgeben.”

TOYOTA in Le Mans:

(Typbezeichnung in Klammern)

1985
#36 (85C-L): Qualifying – P29; Rennen – P12.
#38 (85C-L): Qualifying – P22; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).

1986
#36 (86C-L): Qualifying – P40; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#38 (86C-L): Qualifying – P30; Rennen – P20.

1987
#36 (87C-L): Qualifying – P14; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#37 (87C-L): Qualifying – P16; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).

1988
#36 (88C): Qualifying 8th; Rennen – P12.
#37 (88C): Qualifying – P10; Rennen – P24.

1989
#36 (89C-V): Qualifying – P24; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#37 (89C-V): Qualifying – P17; Rennen – Ausfall (Unfall).
#38 (88C): Qualifying – P25; Rennen – Ausfall (Unfall).
1990
#36 (90C-V): Qualifying – P10; Rennen – P6.
#37 (90C-V): Qualifying – P14; Rennen – Ausfall (Unfall).
#38 (90C-V): Qualifying – P16; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
1992
#7 (TS010): Qualifying – P3; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#8 (TS010): Qualifying – P4; Rennen – P8.
#33 (TS010): Qualifying – P5; Rennen – P2.
#34 (92C-V): Qualifying – P11; Rennen – P9.
#35 (92C-V): Qualifying – P15; Rennen – P5.

1993
#22 (93C-V): Qualifying – P10; Rennen – P5.
#25 (93C-V): Qualifying – P12; Rennen – P6.
#36 (TS010): Qualifying – P2; Rennen – P4.
#37 (TS010): Qualifying – P5; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#38 (TS010): Qualifying – P4; Rennen – P8.
1994
#1 (94 C-V): Qualifying – P4; Rennen – P2.
#4 (94 C-V): Qualifying – P8; Rennen – P4.

1995
#27 (Supra LM): Qualifying – P30; Rennen – P14.

1996
#57 (Supra LM): Qualifying 36th; Rennen – Ausfall (Unfall).
1998
#27 (TS020): Qualifying – P8; Rennen – P9.
#28 (TS020): Qualifying – P2; Rennen – Ausfall (Unfall).
#29 (TS020): Qualifying – P7; Rennen – Ausfall (techn. Defekt)

1999
#1 (TS020): Qualifying – Pole Position; Rennen – Ausfall (Unfall).
#2 (TS020): Qualifying – P2; Rennen – Ausfall (Unfall).
#3 (TS020): Qualifying – P8; Rennen – P2.

2012
#7 (TS030 HYBRID): Qualifying – P5; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#8 (TS030 HYBRID): Qualifying – P3; Rennen – Ausfall (Unfall).

2013
#7 (TS030 HYBRID): Qualifying – P5; Rennen – P4.
#8: Qualifying (TS030 HYBRID): P4; Rennen – P2.

2014
#7 (TS040 HYBRID): Qualifying – P3; Rennen – P3.

2015
#1 (TS040 HYBRID): – ualifying – Pole Position; Rennen – Ausfall (techn. Defekt).
#8 (TS040 HYBRID): Qualifying – P8; Rennen – P8.
#2 (TS040 Qualifying HYBRID): Qualifying – P7; Rennen – P6.

2016
#5 (TS040 HYBRID): – Qualifying – P4; Rennen – Nicht gewertet.
#6 (TS040 Qualifying HYBRID): Qualifying – P3; Rennen – P2.