TOYOTA GAZOO RACING GEHT 2020 IN TEXAS AN

TOYOTA GAZOO Racing ist startbereit für das neue Rennjahr und wird die Führung in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) ab dem kommenden Wochenende verteidigen, wenn die Saison 2019-2020 mit dem “Lone Star Le Mans” betitelten Sechs-Stunden-Rennen im texanischen Austin ihre Fortsetzung findet.

Die WEC kehrt erstmals seit 2017 nach Texas zurück, um das für den 2. Februar geplante, letztlich jedoch abgesagte Rennen in der brasilianischen Millionen-Metropole São Paulo ersatzweise in Austin zu bestreiten. Für TOYOTA GAZOO Racing ein willkommener Wechsel im Kalender, um endlich den ersten Sieg in Austin zu erringen.

Das bevorstehende Rennen ist der fünfte von insgesamt acht WM-Läufen der Saison 2019-2020, und TOYOTA GAZOO Racing geht mit einem Vorsprung in der Team-Weltmeisterschaft von 41 WM-Punkten auf Rebellion Racing in den Schlußspurt der anvisierten Titelverteidigung.

Die Crew des TS050 HYBRID mit der Startnummer 7, Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López, führt derzeit die Fahrerwertung mit acht Zählern Vorsprung auf Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima und Brendon Hartley im Schwesterauto mit der Nummer 8 an. Somit wird Wagen 7 in Austin erneut mit maximalem Erfolgshandicap antreten müssen, während die 8 aufgrund des WM-Punkterückstandes mit einem rechnerisch um 0,56 Sekunden pro Runde geringeren Handicap versehen antritt.

Seit dem letzten Auftritt auf dem Circuit of the Americas hat das Team zwei Le Mans-Siege eingefahren und mit den bereits legendären TS050 HYBRID je einen Team- und einen Fahrer-Weltmeisterschaftstitel errungen. Die Rennstrecke in Austin ist neben jener vor den Toren von Mexiko-Stadt und dem Nürburgring einer von nur drei Austragungsorten in der modernen WEC-Ära, an dem TOYOTA bislang noch nicht siegreich war. Das beste Ergebnis in Austin blieb bislang der zweite Platz im Jahr 2013.

Die vorangegangenen WEC-Läufe in Austin fanden stets im September statt und waren durch hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, sowie regelmäßige Gewitter gezeichnet. Das bevorstehende Rennwochenende dürfte dagegen deutlich kühler ausfallen, so dass die Trainingssitzungen von besonderer Bedeutung sein werden, um sowohl Performance, als auch den Verschleiß der Michelin-Reifen unter diesen im Februar doch ganz anders gelagerten Bedingungen zu erkunden.

Das Team erwartet aufgrund des komprimierten Veranstaltungsablaufs, der für dieses Rennwochenende vorgesehen ist, viel Arbeit. Denn die üblichen – normalerweise über drei Tage verteilten – Abläufe, werden diesmal innerhalb von nur zwei Tagen stattfinden, d.h. vier Stunden freies Training und Qualifying am Samstag, gefolgt vom Rennstart am Sonntagmittag.

Hisatake Murata, Teampräsident: “Wir freuen uns auf die Rückkehr nach Austin, wo wir von Einheimischen wie Langstreckenfans aus ganz Amerika stets herzlich empfangen wurden. Es ist für uns ungewohnt eine Strecke zu besuchen, auf der wir noch nie ein Rennen gewonnen haben. Unser Ziel für Austin ist daher klar: Wir sind hochmotiviert endlich unseren ersten Sieg in Texas zu erringen. Auch wenn seit unserem Sieg in Bahrain bereits zehn Wochen vergangen sind, so hatten alle im Team dennoch einen arbeitsreichen Jahresbeginn. Einerseits um sicherzustellen, dass wir diese Saison stark abschließenen, aber auch weil wir mit Hochdruck an unserem neuen Auto für die nächste Saison arbeiten. Wir erwarten ein aufregendes und wichtiges Jahr für TOYOTA GAZOO Racing und wir sind alle fest entschlossen, es mit einen positiven Start zu beginnen.”

Mike Conway (TS050 HYBRID #7): “Der Circuit of the Americas ist eine meiner Lieblingsstrecken, eine wirklich schnelle Piste mit einem guten Fluß. Sektor 1 macht viel Spaß, und auch der Rest der Strecke ist ziemlich anspruchsvoll. Ich bin dort seit 2017 nicht mehr gefahren, und es scheint, dass der Streckenbelag mittlerweile ein wenig holpriger ist. Warten wir es ab. Austin ist ohnehin eine großartige Stadt, ich freue mich darauf, dort wieder ein Rennen zu fahren.“

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): ”Ich freue mich, nach meinem Sieg bei den 24 Stunden von Daytona im vergangenen Monat, wieder in den USA zu fahren. Es macht immer Spaß, in den Staaten zu fahren, die Fans sind sehr enthusiastisch und die Atmosphäre ist wirklich toll. Es wird ein hartes Rennen für unsere Startnummer 7, wie schon in Schanghai. Die bevorstehende Herausforderung ist klar und wir werden gut darauf vorbereitet anteten.”

José María López (TS050 HYBRID #7): “Unsere Crew reist als WM-Führende nach Austin, aber das bedeutet zugleich ein massives Erfolgshandicap fürs Rennen. Wir werden alles geben müssen, um diesen Nachteil zu kompensieren, deshalb müssen wir dieses Rennwochenende auch etwas anders angehen, als noch in Bahrain. Ich glaube, jeder im Fahrerlager besucht Austin gerne, aber für mich ist es etwas ganz Besonderes, weil es nicht so weit entfernt von meiner Heimat in Südamerika liegt.“

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8): “Es ist cool, dass es der WEC gelungen ist, São Paulo durch Austin zu ersetzen, eine meiner Lieblingsstrecken und Lieblingsstädte. Eine zweitägige Veranstaltung bedeutet eine ganz andere Herausforderung als das übliche Drei-Tage-Format. Der Samstag wird recht anspruchsvoll werden, mit allen freien Trainings und dem Qualifying an einem und demselben Tag. Ich habe im Simulator in Köln gearbeitet, um so gut wie möglich vorbereitet zu sein, und ich freue mich aufs Wochenende.”

Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8): ”Es ist schon lange her, dass ich in Austin ein Rennen fuhr. Ich erinnere mich gut, es war sehr hart, da sehr heiß, und ich hatte viel Fahrzeit am Steuer. Glücklicherweise wird das Wetter im Februar wohl ein bisschen anders sein, also freue ich mich mehr denn je darauf. Es wird auch so ein weiteres hartes Rennen werden, denn die nicht-hybride LMP1-Konkurrenz wird erneut stark sein, aber wir werden alles geben.“

Brendon Hartley (TS050 HYBRID #8): ”Mir gefällt die Strecke, sie hat schöne Kurvenkombinationen und die Steigung hoch zur ersten Kurve ist beeindruckend. Es gibt viele Hochgeschwindigkeitskurven, dann gegen Ende der Runde einige langsamere Ecken mit Überholmöglichkeiten, eine gute Mischung also mit viel Charakter. Als ich das letzte Mal dort fuhr, war es allerdings sehr holprig, doch seither wurde neu asphaltiertd. Ich bin daher gespannt, inwiefern sich etwas geändert hat.”