TOYOTA GAZOO RACING IN LE MANS: 4. ZWISCHENBERICHT

TOYOTA GAZOO Racing durchlebte bei der 85. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans nach Mitternacht frustrierende Momente, als zwei der drei eingesetzten Autos binnen 30 Minuten ausfielen.

Der in Führung liegende TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, gefahren von Mike Conway, Kamui Kobayashi und Stéphane Sarrazin, erlitt nach zehn Stunden Renndauer einen Kupplungsschaden. Kamui tat zwar alles in seiner Macht, um noch die Boxen zu erreichen, musste aber letztlich das Auto in den Porsche-S-Kurven abstellen und das Rennen aufgeben

Grausamerweise folgte dieser Enttäuschung 15 Minuten darauf ein weiterer harter Schlag, als der TS050 HYBRID Nummer neun von Nicolas Lapierre, Yuji Kunimoto und José María López in Kurve eins mit einem LMP2-Fahrzeug kollidierte und dabei der Hinterbau links beschädigt wurde.

Auch Nicolas tat sein bestes, um das Fahrzeug an die Box zu retten, was leider nicht gelang. Um 1.30 Uhr in der Frühe stoppte er endgültig auf der Strecke, denn der Schaden war erheblich und hinderte ihn an einer Weiterfahrt.

Noch wird analysiert, was genau beide Autos daran hinderte die Boxen zumindest in langsamer Fahrt zu erreichen. Eine genaue Erörterung kann allerdings erst erfolgen, nachdem das Team beide Autos zurück erhält, was allerdings erst nach Rennende geschehen dürfte.

Damit ist der TS050 HYBRID #8 von Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima der einzige im Rennen verbliebene TOYOTA, allerdings durch eine einstündige Reparatur in der Nacht 29 Runden hinten den Führenden zurückgeworfen, als der vordere Motor samt Batterie ausgetauscht werden musste.

TOYOTA GAZOO Racing möchte auf diesem Wege Bedauern und Enttäuschung über die inakzeptablen Ereignisse dieses Rennen versichern, zumal das Rennen vielversprechend begonnen hatte und Hoffnungen auf einen ersten Sieg in Le Mans geschürt hatte.

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7): „Das ist derart enttäuschend. Das Auto lief sehr gut und wir gingen solide vor, bauten aber dennoch die Führung aus. Als die Safety-Car-Phase endete, hatte ich jedoch plötzlich keine Power mehr. Ich versuchte die Boxen zu erreichen, doch das erwies sich als unmöglich. Ich bin so traurig für alle im Team, die so hart auf dieses Rennen hin gearbeitet und ein so schnelles Auto auf die Räder gestellt haben.”

Nicolas Lapierre (TS050 HYBRID #8): „Ich kann das nicht glauben. Das LMP2-Auto war am Ende der Start-Ziel-Geraden genau hinter mir, als die übliche Treibstoffabschaltung einsetzte. Ich vermute, dass ihn das völlig überrascht haben muss, denn er fuhr mir voll ins Heck und das war es dann. Das ist derart frustrierend für uns alle im Team.“