TOYOTA GAZOO Racing Kunden starten von Null auf Vollgas

  • GR Supra GT4: Debüt auf der Nordschleife, erstes Podest in Imola
  • Fünf Rennen in nur vier Wochen für GT86 CS-Cup Pilot Alexander Müller
  • Packender Vierkampf an der Spitze der TOYOTA GAZOO Racing Trophy

Nach erfolgreicher Homologation stand der GR Supra GT4 bereits Ende März in den Startlöchern, sein heiß ersehntes Renndebüt zu geben. Die folgende Motorsport-Pause bremste den 430 PS starken Rennwagen jedoch kurz vor der Premiere aus. Erst am 27. Juni, also mit mehr als dreimonatiger Verspätung, rollte der GR Supra GT4 beim Saisonauftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS; Nachfolger der VLN) erstmals über die Startlinie.

Der Auftakt hatte es in sich: Vier Stunden auf der Nürburgring-Nordschleife lautete die Herausforderung, und diese meisterte das Team von Ring Racing mit den Fahrern Uwe Kleen, Andreas Gülden und Michael Tischner mit Platz fünf in der Klasse SP10. Beim NLS-Double-Header im Juli ließ die Mannschaft aus der Eifel einen weiteren fünften Platz folgen, verzeichnete nach einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug jedoch auch den ersten Ausfall.

Beim Saisonauftakt der European GT4 Series im italienischen Imola am 25./26. Juli gingen gleich zwei GR Supra GT4 an den Start. Die beiden vom französischen CMR-Team eingesetzten Autos zeigten die Konkurrenzfähigkeit des Supra in einem Feld mit sechs verschiedenen GT4-Modellen. Nach den Plätzen drei und vier im Qualifying holten die CMR-Piloten Stéphane Lemeret und Gael Castelli am Sonntagmorgen im zweiten Rennen den ersten Podestplatz des bei TOYOTA GAZOO Racing Europe entwickelten Rennwagens. Das Schwesterauto mit Antione Potty und Timothe Buret am Steuer holte mit Platz neun im ersten Lauf ebenfalls die ersten Zähler.

Derweil stehen die nächsten GR Supra GT4 Kundenteams schon in den Startlöchern. Am kommenden Wochenende nehmen Sam Smelt und James Kell im Auto von Speedworks Motorsports am Auftakt zur British GT Championship in Oulton Park teil. Ring Racing wird am selben Wochenende einen GR Supra GT4 auf dem Nürburgring an den Start bringen.

Viel los ist auch in der TOYOTA GAZOO Racing Trophy, dem fahrzeug- und meisterschaftsübergreifenden Markenpokal von TOYOTA GAZOO Racing Europe. Der Startschuss zur Trophy fiel zwar offiziell am 1. März, doch auch hier machte sich die Motorsport-Pause bemerkbar. Seit kurzem jedoch läuft der Rennbetrieb wieder – und das auf vollen Touren. Die TOYOTA GAZOO Racing Trophy und ihre Partner RAVENOL, PFC und IKmedia freuen sich, dass nun alle Teilnehmer Vollgas geben können.

In der ersten Zwischenbilanz steht der GT86 CS-Cup von Alexander Müller an der Spitze: Dem 41-jährigen Deutschen gelang dank des NLS-Double-Headers das Kunststück, innerhalb von nur vier Wochen fünf Ergebnisse einzubringen, was ihn mit 87 Punkten und zehn Punkten Abstand in Führung katapultiert. Seine Erfolge hatte er allesamt auf der Nordschleife erzielt – bei der NLS und der RCN.

In der Praxis könnte der Vorsprung jedoch lang nicht so komfortabel sein, wie es scheint. Das zeigt ein Blick auf die Daten des Trophy-Vizemeisters von 2019, Olivier Muytjens. Der Belgier war mit seinem GT86 CS-Cup bei allen bisherigen NLS-Läufen am Start und konnte beim Double Header sogar beide Male die Klasse SP3 gewinnen. In Summe hat er zwar bislang nur drei, dafür aber extrem gute Punktwertungen eingebracht, die zusammen 77 Zähler ergeben. Insgesamt sind dieses Jahr 13 Fahrer bei der TOYOTA GAZOO Racing Trophy eingeschrieben, die aus 7 europäischen Ländern stammen. Die Motorsportexperten von Technikpartner RAVENOL statten dabei alle von TGR-E neu aufgebauten GT86 und den GR Supra GT4 mit der Öl-Erstbefüllung aus. PFC Brakes versorgt auch dieses Jahr alle Starter mit preiswerten Hochleistungsbremsen zu Sonderkonditionen.

Besonders stark zeigen sich momentan die Belgier. Das zeigt auch das Beispiel Jacques Derenne, der mit 76 Punkten nur einen Zähler hinter Muytjens liegt. Zusammen mit Landsmann „Brody“ war er 2018 Vizemeister. Da wundert es nicht, dass dieser auch 2020 nur wenige Punkte entfernt liegt und aktuell auf Platz vier rangiert. Aktuell wird das gesamte Spitzenfeld von Boliden des Typs GT86 CS-Cup belegt.

Hinter den Nordschleifen-Piloten folgen Ortwin Herterich aus Schweden und der Finne Alec Arho-Havren, die bei ihrem ersten Rennen in der Swedish Touring Endurance Championship (STEC) zunächst kein Glück hatten und mit einem technischen Defekt ausfielen. Doch bei der zweiten Rennveranstaltung, einem 4-Stunden-Rennen, zeigten sie ihr Potenzial und fuhren den Sieg ein: Mit jeweils 45 Punkten brachten sie schließlich fahrerübergreifend das bislang beste Einzelergebnis in die Wertung ein. Somit teilen sich beide aktuell Platz fünf. Dahinter liegen aktuell „Calimero“ (Belgien, GT86 CS-Cup) sowie Rallye-Pilot Grega Premrl aus Slowenien. Letzterer sammelte seine ersten Trophy-Punkte mit dem GT86 CS-R3 bei der Rallye Velenje (SLO).

Mehrere Neuerungen bei der Punktevergabe machen die aktuelle Saison besonders interessant. Grundsätzlich erfolgt diese erneut in Relation zur Größe und Stärke des Fahrerfeldes. Nun erhält jedoch jeder Zähler, der bei einem Wettbewerb die Zielflagge sieht. Ebenfalls neu ist der Champions-Bonus: Wer seine eigene Meisterschaft gewinnt, erhält 50 Extrapunkte für die TOYOTA GAZOO Racing Trophy. Wie gehabt können sich Interessierte ohne Gebühr für die Trophy einschreiben und damit um einen Preisgeldtopf in Höhe von 55.000 Euro fahren – der Champion erhält davon 25.000 Euro. Für die Ermittlung des Siegers werden die zehn besten Ergebnisse des jeweiligen Piloten während des Bewertungszeitraumes herangezogen. TOYOTA Deutschland lobt zudem für all jene Teams, die in der Bundesrepublik Erfolge feiern, zusätzliche Preisgelder aus.

Rechtefreies und hochauflösendes Bildmaterial der Trophy ist seit neuestem auf der globalen TOYOTA GAZOO Racing Datenbank www.tgr-dam.com zu finden.

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