TOYOTA STARTET IN LE MANS AUS REIHE VIER

Le Mans 24 Hours 8th-14th June 2015. Circuit de la Sarthe, Le Mans, France.

TOYOTA GAZOO Racing wird die 83. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans aus der vierten Startreihe in Angriff nehmen, nachdem auch bei den beiden abschließenden Qualifyings am Circuit de la Sarthe keine Zeitenverbesserungen erzielt wurden.

Die diesjährige Ausgabe des Klassikers ist für TOYOTA ein Meilenstein, denn vor 30 Jahren trat die Marke erstmals zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans an und die beiden TS040 HYBRID werden die 42. Teilnahme von TOYOTA an der Sarthe aus den Startpositionen sieben und acht in Angriff nehmen.

Wie schon beim ersten Qualifying am Mittwoch setzte das Team auch heute das Hauptaugenmerk auf die Vorbereitung für das Rennen, die insgesamt vier Stunden Trainingsdauer wurde also ausschließlich für die weitere Verbesserung der Fahrzeugabstimmung sowie dem Austesten der verschiedenen Reifenvarianten verwendet.

Die Startaufstellung wird in Le Mans anhand der schnellsten fliegenden Runde eines jeden teilnehmenden Fahrzeugs ermittelt, ganz gleich in welcher der drei Quali-Sitzungen diese erzielt wurde. Da zuvor aber nur ein einziges freies Training stattgefunden hatte, bedeuteten die insgesamt sechs Fahrstunden der drei Qualifyings eine willkommen Gelegenheit auf das Rennen hinzuarbeiten.

Als der schnellere der beiden TS040 HYBRID erwies sich zunächst die Startnummer 2 von Alex Wurz, Stéphane Sarrazin und Mike Conway auf Rang sieben. Deren schnellste Runde wurde von Stéphane am Mittwochabend gefahren, 6,656 Sekunden langsamer als die Pole Position.

Die Startnummer 1 mit den Weltmeistern Anthony Davidson und Sébastien Buemi, sowie Kazuki Nakajima am Steuer, der hier im Vorjahr noch die Pole Position erobert hatte und auch in diesem Jahr Schnellster des Fahrertrios seines Autos war, wird das Rennen von Startplatz acht aus aufnehmen, nachdem ihm im Quali 0,224 Sekunde auf das Schwesterauto gefehlt hatte.

Obwohl wechselhafte Bedingungen angekündigt waren, fand das Qualifying durchgehend im Trockenen statt, wenn auch bei hoher Luftfeuchtigkeit, und bot so erstmals die Möglichkeit durchgehend auf Slicks zu fahren, nachdem am Mittwoch, ebenso wie schon beim offiziellen Testtag, einsetzender Regen die Arbeit beeinflusste.

Allerdings fand die erste Quali-Sitzung des Tages ein jähes Ende, nachdem ein Unfall eines GT-Autos einen Trainingsabbruch zur Folge hatte. Um die dadurch verlorene halbe Stunde zu kompensieren, wurde das dritte und letzte Qualifying eine halbe Stunde früher begonnen.

Bei Sonnenuntergang und trockener Strecke erschienen die Bedingungen optimal für weitere Zeitenverbesserungen, doch die Rundenzeiten quer durchs LMP1-Feld zeigten schnell auf, dass nennenswerte Verbesserungen gegenüber den Zeiten vom Mittwoch eher unwahrscheinlich sein würden.

Trotz einer längeren Trainingsunterbrechung gelang es mit beiden TS040 HYBRID das geplante Arbeitspensum bis zum Fallen der schwarz-weiß-karierten Flagge zu bewältigen. Auf der Strecke geht es mit den weiteren Aktivitäten erst am Samstag Morgen mit dem Warm-up weiter, bevor dann um 15.00 Uhr das Rennen gestartet wird.

Toshio Sato, Team President: „Allem voran möchte unsere Glückwünsche an Porsche für ihre beeindruckende Pole Position übermitteln. Sie waren im Qualifying sehr schnell und wir hat dem nichts entgegen zu setzen. Unser Team ist sehr professionell vorgegangen und hat sich darauf beschränkt unsere Autos für das Rennen zu optimieren, also probierten wir unterschiedliche Abstimmungen aus und befassten uns detailliert mit den Eigenschaften der Reifen. Das Ergebnis dieser Arbeit werden wir erst im Rennen sehen. Ich erwarte, dass wir den Rückstand aus dem Qualifying nach vorn dann werden schließen können. Das Team hat große Anstrengungen unternommen, um für Le Mans bereit zu sein und wir werden die verbleibende Zeit für letzten Vorbereitungen nutzen um sicherzustellen, dass unsere Autos im bestmöglichen Zustand ins Wochenende starten können. Ich denke, das wird ein knappes und spannendes Rennen werden.“

TS040 HYBRID #1 (Anthony Davidson, Sébastien Buemi, Kazuki Nakajima)
Qualifying 1 (Mittwoch): P8 (3.23,767 Min.), 25 Runden
Qualifying 2 (Donnerstag): P7 (3.25,233 Min.), 20 Runden
Qualifying 3 (Donnerstag): P8 (3.24,562 Min.), 30 Runden
Startplatz: P8

Anthony Davidson: „Ich denke, hätten wir unser Augenmerk auf das Qualifying gerichtet, dann wäre der Rückstand ein ganzes Stück kleiner ausgefallen, doch das war eben nicht unser Ziel. Wir haben die ganze Woche über an der Balance gearbeitet und ich denke, dass wir die für das Rennen gut hin bekommen haben. Ich denke das Team und auch wir Fahrer haben all das umsetzen können, was vorgesehen war. Ich gehe mit einem guten Gefühl ins Rennen, jetzt bleibt nur abzuwarten, wie sich das alles so entwickeln wird.”

Sébastien Buemi: „Bestzeiten waren nicht unser Ziel im Qualifying, wir haben uns auf die Rennabstimmung konzentriert und ich denke, wir haben ein gutes Auto fürs Rennen an der Hand. Wir müssen jetzt noch Hand an die letzten Details legen und dann werden wir ein gutes Auto am Start haben. Wir sind definitiv etwas zu langsam, aber ich denke, wir werden im Rennen dichter an der Konkurrenz dran sein. Ich habe das Gefühl, dass das Auto recht gut geworden ist und ich freue mit jetzt auf den Samstag. Glückwunsch an Porsche, die mit der Pole Position gute Arbeit ablieferten.”

Kazuki Nakajima: „Heute waren die Umstände für mich ein wenig knifflig. Als ich fuhr, war der Streckenbelag nicht sonderlich gut, da war viel Staub und Schmutz, das fühlte sich seltsam an. Letztlich freue ich mich, dass Anthony mit dem Auto zufrieden schien, das ist ein gutes Zeichen fürs Rennen. Jetzt geht es nur noch darum alles unter einen Hut zu bringen, keine Fehler zu machen, die Zuverlässigkeit sicherzustellen, wir werden auch weiterhin alles geben und dann schauen wir mal, wie weit uns das bringt.”

TS040 HYBRID #2 (Alex Wurz, Stéphane Sarrazin, Mike Conway)
Qualifying 1 (Mittwoch): P7 (3min 23.543 Min.), 23 Runden
Qualifying 2 (Donnerstag): P8 (3min 26.380 Min.), 15 Runden
Qualifying 3 (Donnerstag): P7 ( 3min 23.738 Min.), 29 Runden
Startplatz: P7

Alex Wurz: „Großartig gemacht von den Jungs mit dem Porsche #18, die Pole zu holen. Wir nutzten die letzten beiden Quali-Sitzungen dazu unsere gesamte Vorbereitung für das Rennen durchzuarbeiten. Das konnten wir alles erledigen und nun müssen wir mit dem Datenmaterial arbeiten, Einzelaspekte wie Reifen und aerodynamische Konfigurationen auswählen, um die Abstimmung unseres Autos zu definieren um die bestmögliche Leistung aus ihm zu holen. Wir müssen weise in unserer Wahl für das Rennen sein.”

Stéphane Sarrazin: „Ich denke wir haben das Auto gut für das Rennen abgestimmt. Wir haben nicht versucht um die Pole zu kämpfen, das war diese Woche für uns nicht drin. Deshalb haben wir auch unsere gesamte Energie darin investiert, das Auto bestmöglich fürs Rennen vorzubereiten. Die anderen sind richtig schnell, aber ich erinnere mich ans Vorjahr, da half es auch nichts das schnellste Auto zu haben. Ich freue mich darauf nach den ersten paar Rennstunden zu sehen, wie die Dinge tatsächlich stehen.”

Mike Conway: „Es war gut heute noch etwas mehr Zeit in der Nacht am Steuer zu haben. Ich kam in einen guten Rhythmus und ich fühle mich jetzt im Dunkeln sicherer als noch gestern. Wir haben eine Menge Arbeit in die Vorbereitung gesteckt. Es gibt immer noch ein paar Dinge zu erledigen, noch ein paar Feineinstellungen vorzunehmen, doch gegen Ende des Quali hatten wir die beste Abstimmung gefunden und damit bin ich zufrieden.”